Arlington Austausch 2018/19

///Arlington Austausch 2018/19

Arlington Austausch 2018/19

Es lohnt sich auf jeden Fall: Der Aachen-Arlington-Exchange 2018/19

Es haben sich in der sechsten Jahrgangsstufe viele Kinder für den diesjährigen Aachen-Arlington Exchange interessiert. „Schreib ruhig die Bewerbung, das ist eine gute Übung“, sagte ich meiner Tochter im Frühjahr. „Aber wir rechnen damit, dass wir bei den vielen Bewerbungen nicht genommen werden“, fügte ich hinzu.

Pustekuchen. Wir kommen auf die Warteliste und sollen uns schon mal um die Ausweise kümmern, falls wir doch noch genommen werden. Ausweise braucht man immer, also kümmerten wir uns darum, waren aber immer noch nicht richtig überzeugt, dass wir teilnehmen dürften. Und im Sommer 2018 kam dann, Überraschung, die Zusage. Große Freude!

Wer sollte unsere Tochter begleiten? Wir entschieden uns, dass ich als Mama arbeitstechnisch eher fahren konnte als mein Mann. Wir nahmen Kontakt mit unserer Gastfamilie auf und waren sehr gespannt auf unser Treffen. Der Englischlehrer, Herr Germ, lotste uns Eltern als sehr erfahrener Austauschbegleiter durch alle Hürden. Beginnend mit der Elternversammlung, auf der wir alles Wissenswerte über den Arlington-Austausch erfuhren, bis zu den Gepflogenheiten am Flughafen von Washington, DC. Das amerikanische Flughafenpersonal versteht bei „deutschen Butterbroten“ nämlich keinen Spaß…

Der Aufenthalt in Arlington-Washington war klasse. Unsere Gastfamilie passte wunderbar zu uns

beiden. Sowohl die Mamis als auch die Töchter, der amerikanische Gastvater und der Hund

verstanden sich auf Anhieb. Den spannenden amerikanischen Alltag durften wir miterleben. Wir

gingen mit dem Gastkind in die Schule, zum Turnen oder zum Fußballturnier. Einkaufen zu gehen,

Hausaufgaben zu machen, Freunde einzuladen, eine Shopping-Mall zu besuchen oder Haus und Garten für Halloween zu dekorieren, machte uns viel Spaß.

Natürlich kam auch Washington mit seinen Sehenswürdigkeiten, Memorials, den tollen Museen und

dem Mount Vernon (die Farm von Georg Washington, dem ersten Präsidenten von Amerika) nicht zu kurz. Die Gasteltern und der Partnerschaftsverein organisierten Stadtrundfahrten, Besichtigungen, Ausflüge und Begegnungen beim Welcome- und Farewell-Dinner. Wir haben eine Menge gesehen und sehr viele nette Leute kennengelernt. Interessanterweise fühlte ich mich gar nicht so weit weg von zu Hause. Arlington und Umgebung fühlten sich heimelig an, was natürlich auch an den vielen schönen Begegnungen gelegen hat.

Wir waren sehr traurig, als wir Abschied nehmen mussten, und uns tröstete nur der Gedanke an den

Gegenbesuch. Und der ist gerade vorüber. Natürlich haben auch unsere Eltern und der

Partnerschaftsverein ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Aachen und die Sehenswürdigkeiten

der Umgebung haben wir zusammen mit unseren Gästen erlebt, auch für uns eine spannende

Erfahrung. Wir zeigten unseren amerikanischen Gästen Aachen, Maastricht und Monschau. Und auch

bei uns nahmen sie am alltäglichen Leben teil. Die Kinder besuchten die Schule, den

Flötenunterricht, den Tanzkurs oder nahmen an den Palm-Sonntag-Feierlichkeiten teil. Italienische,

deutsche sowie Eifeler Küche und natürlich die Ostereier hinterließen bei den amerikanischen Gästen bleibende Eindrücke.

Nach der Farewell-Party auf dem Dreiländerpunkt hieß es erneut Abschied nehmen. Wir

haben auch den Aufenthalt „unserer Amerikaner“ sehr schön gefunden. Ich hoffe, wir bleiben noch

lange in Kontakt und werden uns auch nochmal besuchen.

Bevor wir den Austausch mitmachten, dachte ich, die Sechstklässler wären noch viel zu jung, um von einem Austausch etwas zu haben. Nein, sind sie nicht. In diesem Alter sind die Kinder entwicklungsmäßig noch sehr beieinander und verstehen sich richtig gut. Später, als Teenager, gehen die einen auf Partys und die anderen spielen noch mit Puppen. Möglicherweise bekommen sie dann keinen engen Kontakt mehr zueinander. Mit zwölf Jahren haben die Kinder noch viele Gemeinsamkeiten und sie lernen dadurch, dass die englische Sprache wichtig und nützlich ist. Das amerikanische Gastkind und meine Tochter stehen über Mail und Co. in Kontakt und beide haben Spaß. Außerdem können die Kinder jetzt viel früher freundliche Gedanken über das jeweils andere Land entwickeln. Wir, das Mutter-Tochter-Gespann, würden den Austausch sofort wieder mitmachen. Es war eine wunderbare Erfahrung und Bereicherung. Wir hoffen, dass sich auch für uns nochmal etwas Ähnliches ergibt.

Katharina und Mama aus dem sechsten Jahrgang der Gesamtschule Aachen-Brand

Von | 2019-05-19T18:02:11+02:00 19. Mai 2019|Kategorien: Aktuelles|